Di
15
Dez
2009
Die letzte Stunde hat geschlagen!
In ein paar Stunden sitz ich im Flieger zurueck nach good old Germany. Die letzten Wochen seit Bonito vergingen recht schnell. Zuerst waren wir an den Iguacu Wasserfaellen, welche zum Teil jeweils in Brasilien und Argentinien liegen. Zunaechst schauten wir uns die Wasserfaelle auf der brasilianischen Seite an, was wirklich super und beeindruckend war. Am zweiten Tag ging es zur Eintagestour nach Argentinien. Von der Seite sind die Wasserfaelle noch beeindruckender, da man ueber Bruecken direkt zum Abgrund kommt, wo riesige Wassermassen die Felsen herunterstuerzen. Ne Gratisdusche gabs von der hochschleudernden Gischt. Die Iguacu Falls waren ein weiteres Highlight auf meiner Reise in Suedamerika und nach dem Machu Picchu mit das Beeindruckenste auf diesem Kontinent.
Weiter ging es nach Florianopolis. Auf der Insel stiegen wir in einem kleinen Dorf ab, wo touristisch nicht ganz so viel los war. Die Straende waren wirklich super. Leider hatten wir ein paar Tage Pech mit dem Wetter und die Insel hat ausser den Straenden nicht viel zu bieten. Nichts desto trotz konnte ich nochmal fleissig auf dem Surfbrett ueben, da die Wellen einfach super waren.
Tja und dann ging es zum Endspurt nochmal fuer eine Woche nach Buenos Aires. Die Stadt gefaellt mir sehr gut, was insbesondere am genialen Steak liegt! Viel Touriprogramm stand nicht mehr auf dem Plan. Husi und ich konnten uns aber nicht das Grab von Evita entgehen lassen. Vor allem aber wollte ich mir in Buenos Aires nochmal einen Traum erfuellen und mich aus 3000 Meter Hoehe in die Tiefe stuerzen! So ging es daher mit Husi zum Fallschirmspringen. Die Aussicht bei strahlendem Sonnenschein aus der geoeffneten Flugzeugtuer war super, die Gewissheit, gleich runterzufallen recht befremdlich, das anschliessende Gefuehl des freien Falls einzigartig! Das Fallen an sich dauerte ca. 20 bis 30 Sekunden. Da die Fallschirme funktionierten, ging es dann nach etwa 5 Minuten sicher runter auf die Erde. Schon krass, wie schnell man wieder unten ankam. Naja, auch kein Wunder, man merkte schon deutlich die Geschwindigkeit beim freien Fall. Zum Glueck sass meine Frisur!
Ja und nun sitz ich hier und schreib mal eben die letzten Saetze. Demnaechst kann ich euch dann selber Bericht erstatten und dabei noch ordentlich dazu fantasieren ;-)
Ich will nochmal allen Danken, die mich auf meiner kleinen Reise begleitet haben! Ich hoffe es hat euch auch wenigstens etwas Spass gemacht. Ausserdem hab ich mich ueber alle Emails und ueber die ganzen Gaestebucheintraege sehr gefreut. Ich hoffe ich hab euch hier nicht zu sehr gelangweilt und sag jetzt einfach mal:
Bis die Tage!!!
Euer Fuja Guja
P.S.: Freu mich auf euch!
Mi
25
Nov
2009
Hallo zusammen,
ich enttaeusche Melanie so ungern und daher hab ich mich gleich rangesetzt um ein paar Zeilen ueber Brasilien zu schreiben und Fotos hochzuladen. Schoen, dass Sylvi schon so ausfuehrlich berichtet hat, so habt ihr ja schon Infos ueber das Kinderdorf.
Nachdem wir (Husi, Sylvi und ich) alle den Weg nach Rio gefunden hatten, verbrachten wir noch einige Tage in der Stadt. Am interessantesten war dabei ein Besuch beim Fussballderby zwischen Flamengo und Fluminense im Maracana Stadion. Die Stimmung in der zweiten Halbzeit war echt genial, da beide Fangruppen durchweg am Singen waren und das nicht ganz so einfallslos wie in Deutschland!
Von Rio ging es dann ins Kinderdorf in die Naehe von Recife. Wie Sylvi schon schrieb gingen wir einen Tag mit auf die Strasse und brachten den kleinen Leandro mit ins Kinderdorf. Ein anderes mal waren wir noch mit in einer Favela. Wirklich unglaublich und vor allem unbeschreiblich, wie einige Menschen leben muessen. Das muss man selber mal gesehen und vor allem gerochen haben. Tja, ist zwar abgedroschen, aber wie gut wir es doch haben....!
Im Dorf selber halfen wir bei den Sprungbrettern und am Spielplatz. Der Umgang mit den Kindern war unterschiedlich. Die meisten waren sehr offen und freuten sich einen zu sehen. Andere gingen eher auf Distanz oder suchten teilweise sogar die Konfrontation. Aber auch das war alles nicht so schlimm, besonders da man mit der Zeit immer mehr die Hintergruende der Kinder mitbekam. Fuer mich war das Kinderdorf eine wichtige Erfahrung und ich bin froh, dass wir dort einen Monat geblieben sind, da es neben den neuen Eindruecken nach der langen Zeit des Reisens auch mal wieder schoen war, an einem Ort zu bleiben und sich heimisch zu fuehlen.
Nach dem Monat ging es dann wieder zurueck nach Rio, wo Husi und ich Jule in Empfang nahmen. Diesmal gingen wir in ein Hostel in Ipanema, wo praktisch gleich um die Ecke der Strand war. Die ersten Tage waren dann auch gleich heftig mit ueber 40 Grad, so dass sich unser Tatendrang deutlich im Rahmen hielt. Als es abkuelte konnten wir uns dann zum Drachenfliegen aufraffen. Cooles Gefuehl, wenn man eine Rampe auf dem Berg runterlaeuft und auf einmal schwebt. Die Aussicht war grandios und man fuehlte sich aufgrund der Stille tatsaechlich wie ein Vogel, der durch die Luefte gleitet. Hoffe, ihr glaubt mir das, denn ich finde die Fotos sehen aus wie schlechte Fotomontagen.
Sylvi trudelte nach ihrem kurzen Deutschlandbesuch irgendwann auch wieder ein. Um das Quintett perfekt zu machen, begleitete uns noch Timo, ein Kumpel von Sylvia. Eigentlich wollten wir zuegig Rio verlassen, wir mussten aber noch drei Tage warten, bis die Wolken die beruehmte Christusstatur freigaben. Was ist schliesslich ein Riobesuch ohne Visite beim Christus! Unser Warten wurde mit einer wunderbaren Aussicht ueber die ganze Stadt belohnt.
Weiter ging es nach Ilha Grande, einer wunderschoenen ehemaligen Pirateninsel suedlich von Rio. Leider spielte das Wetter wieder nicht mit, so dass wir die schoenen Straende nicht wirklich geniessen konnten. Mensch, da bin ich in Brasilien und muss ueber schlechtes Wetter schreiben! Naja, Konsequenz daraus war, das wir nach drei Tagen weiterreisten in das Pantanal, einem Sumpfgebiet im Hinterland von Brasilien. Selbstverstaendlich strahlte bei unserer Abreise der Himmel mit ganzer Kraft :-(. Zum Glueck spuerten wir die Hitze in den Tiefkuehlbussen waehrend der 19stuendigen Fahrt nicht. Erstes Ziel war Campo Grande und von dort ging es am naechsten Tag in die Wildnis. Die Tour beinhaltete die neueste Extremsportart Tubing, das so viel ist wie in einem Trekkerschlauch nen Fluss runterzutreiben. Wobei es doch etwas spannend war, da es in dem Fluss nur so von Krokodilen wimmelte. Weiter gabs noch Flusstouren mit dem Boot und nicht wirklich gute Wanderungen. Das Highlight war der Besuch von zwei fast ausgetrockneten Seen, in denen es mehr Krokodile als Wasser gab. So konnte Husi etwas Crocodile Hunter spielen und die armen Tierchen aus dem Wasser zerren.
Nach der dreitaegigen Tour trennten sich wieder die Wege, da sich Timo Richtung Bolivien aufmachte und wir uns erstmal am Pool in Bonito erholten. Die Kraft reichte einige Tage spaeter dann noch zu einer Schnorcheltour in einem der klarsten Fluesse Brasiliens. Sehr schoene Landschaft mit Affen in den Baeumen und bloed guckenden Fischen unter Wasser.
Das naechste Ziel sind die Foz do Iguaçu, die groessten Wasserfaelle Suedamerikas. Anschliessend soll es noch zum Entspannen nach Florianopolis gehen und von dort fuer die letzten Tage nach Buenos Aires. Tja die Zeit rennt wirklich und daher werd ich die letzten 3 Wochen nochmal in vollen Zuegen geniessen. Freu mich aber natuerlich auch schon auf euch alle und hoffe ihr haltet es noch etwas ohne mich aus ;-).
Euer Fuja Guja (so haben mich die Kinder im Dorf getauft)
Natuerlich auch Gruesse von Sylvi, Jule und dem Husi!
Nachdem mir aufgefallen ist, dass ich meine geplante Reiseroute nur noch wie vom Tonband runterspule, hab ich mich entschlossen, die Planungen einfach mal hier darzustellen. Also wer Lust hat, kann sich unten bei Google Earth die Ziele anschauen! Ist aber halt nur die grobe Planung für das Round The World Ticket, mal schauen, wo mich der Rückenwind dann tatsächlich hintreibt ;-)